Mein 6. Sternchen

Nach fünf fotografierten Sternchen entwickelt man ein gewisses Gespür für die Eltern und die Stimmung die vor Ort herrscht. Es gibt Eltern die sind sehr offen und suchen das Gespräch. Einfach mit jemandem Quatschen der von außerhalb ist.

Es gibt aber auch eher verschlossene Eltern die wirklich nur das nötigste reden und nach dem fotografieren schnell wieder Ihre Ruhe möchten. Natürlich ist das mehr als verständlich und man beeilt sich dementsprechend damit die kurze Zeit die sie mit Ihrem Kind haben, auch so intensiv wie möglich verbringen können. So auch bei meinem sechsten Kind, welches in Hamm den Sprung ins Leben nicht geschafft hat.

Der Call

Es ist nicht oft das drei oder mehrmals alarmiert werden muss bis sich ein Fotograf findet. Ich war noch im Dienst als der dritte Alarm mich dazu veranlasst hat mir die Zeit zu nehmen und mir den Call in Ruhe mal durchzulesen.

Ein Junge in der 24. Schwangerschaftswoche wird erwartet. Ein Virus Infekt ist Schuld dafür das der kleine Mann es nicht geschafft hat und im Mutterleib bereits zu den Sternen gereist ist. Die Einleitung sollte am Mittwoch beginnen und es sei das erste Kind der Jungen Eltern.

Ich meldete mich kurz Entschlossen das ich Zeiten abdecken kann. Leider auch nur 2 Tage da ich am Wochenende ziemlich eingespannt war. Aber solange sollte es nicht dauern.


Der erste Kontakt zu den Eltern ist nie ganz einfach

Eigentlich bin ich es schon gewohnt die Eltern direkt zu kontaktieren, wenn nicht die Klinik den Call abgegeben hat. Aber es ist für mich doch immer wieder eine Überwindung den ersten Kontakt herzustellen. Gerade in solch einer Situation fällt es einem oft nicht leicht direkt die richtigen Worte zu finden.

Dadurch das ich Dienstlich auch noch sehr eingespannt war, beschloss ich also vorab eine Nachricht zu schreiben damit die Eltern sich wenigstens schon mal in Sicherheit wiegen können das ein Fotograf in den Startlöchern steht. Ich schrieb also die wichtigsten Infos und versprach mich später noch telefonisch zu melden. Das das gar nicht nötig sein würde, war mir da noch nicht klar. Die werdende Mama bedankte sich für die Infos und schrieb mir das Sie mich auf dem laufenden halten würde.

Erstes Kind? Das kann dauern

Erfahrungsgemäß kann es beim ersten Kind einige Tage dauern bis es da ist. Allein die Vorstellung das man sein Kind, viel zu früh und dann noch leblos zur Welt bringen muss treibt mir die Tränen in die Augen. Ich glaube es kann nichts schlimmeres geben und dann noch mehrere Tage warten? Grausamkeit kennt keine Grenzen.

Ich dachte also das ich genug Zeit hätte meine Kamera klar zu machen, meinen Einsatzkoffer zu packen und natürlich den nervigen Papierkram vorzubereiten. Denn ohne Unterschrift der Eltern, darf ich nicht Fotografieren. DSGVO ist hier das Zauberwort.

Wir Fotografieren nicht den Tod, sonder sehnlichst erwartetes Leben

Ich trug mein Handy fortan immer bei mir. Die Eltern könnten sich ja melden und ich muss erreichbar sein. Gefühlt alle halb Stunde schaute ich nach ob eine Nachricht kam, ein überhörter Anruf oder irgendwie sowas. Ja, eine gewisse Grundnervosität ist immer da.

Ich ging erstmal meinen Dienst nach und versuchte so schnell wie möglich meine To-do Liste für den Tag abzuarbeiten, sodass ich vielleicht früher Feierabend machen kann, sollte das Kind schon kommen.

Aber es blieb bis Feierabend ruhig. Zuhause hab ich dann nochmal meine Kamera kontrolliert. Alles sauber? Alle Akkus voll? Alles funktioniert wie es soll? Bis mich dann eine unterdrückte Rufnummer anrief. Unterdrückte Rufnummer? Da gehe ich für gewöhnlich nicht dran. Schlechte Erfahrung. Also weg gedrückt und weiter gemacht. Zehn Minuten später wieder. Wieder weg gedrückt. Langsam machte sich dann etwas unmut in mir breit. Diese Call Center sind einfach nervig dachte ich mir.

Weitere zehn Minuten später wieder der Anruf. Ich entschloss dran zu gehen und war auch ziemlich geladen und meldete mich entsprechend schlecht gelaunt.

,,Hallo Benny, Unser Kind ist da. Kannst du gegen 19 Uhr kommen?“

,,schluck“ Auweia dachte ich. Im Boden versinkend hab ich mich erstmal entschuldigt für den schroffen Ton. ,,Alles gut, ich hab auch nicht dran gedacht meine Nummer mit zu senden“.

Völlig überrascht das es so schnell ging, fragte ich ob es der Mama denn gut ginge und ob wir nicht vielleicht noch ein bisschen sollten. Aber ich sollte kommen.


Krankenhaus Hamm, verwirrend

Ich machte mich schnell fertig und dann ging es auch schon los. Mein Navi sagt ich brauche ungefähr 45 Minuten. Da es nie schlecht ist etwas puffer zu haben, fuhr ich schon viertel vor sechs los. Das war auch eine sehr gute Entscheidung wie sich hinterher herausgestellt hat. Musik aufgedreht und ab auf die Bahn. Die ganze Fahrt über dachte ich drüber nach wie das Kind aussieht und wie die Eltern drauf sind. Was sage ich? Komme ich überhaupt problemlos in die Klinik rein bedingt durch Corona?

So verging die Fahrt wie im Flug und ich fuhr in das Parkhaus direkt am Krankenhaus.

Ziemlich unübersichtlich dachte ich mir und ging erstmal drauf los. Einmal um das Krankenhaus drum herum. Wo ist denn der Eingang? Bin ich denn so blind?

Nachdem ich dann wieder am Parkhaus angekommen war, stellte ich fest, der Eingang zum Krankenhaus war direkt gegenüber. Keine 50 meter weiter. Super, der Spaziergang war dann mit Sack und Pack auch erledigt. Ein Schild wäre hilfreich gewesen. Da ich ja genug zeitlichen Puffer eingeplant hatte, war ich sogar ziemlich pünktlich trotz des Rundkurses um das Krankenhaus.

Am Eingang erwartete mich die Security. Ich stellte mich vor und bat um Einlass. Natürlich musste ich erst diesen obligatorischen Zettel ausfüllen den es ja in jeder Einrichtung gibt. Aber gut. Wenigstens habe ich die Station schnell gefunden.

Was für ein hübscher kleiner Mann

Auf Station angekommen suchte ich nach einer Schwester die mich zum richtigen Zimmer brachte. Was gar nicht so einfach war, denn ich musste suchen bis ich eine Schwester fand. Aber das ging glücklicherweise schneller als die Suche des Eingangs zum Krankenhaus. Sie zeigte mir das Zimmer und verschwand dann aber recht schnell. Gut, dachte ich, dann gehe ich alleine rein.

Ich klopfte und betrat den unvorstellbar kleinen Raum. Eine Schwester war noch bei den Eltern und kümmerte sich rührend um diese. Sie begrüßte mich sehr herzlich und bedankte sich für unsere Arbeit und fragte mich ob ich noch was brauche. Leider war kein größerer Raum frei so musste ich mit dem klar kommen was da war. Ich begrüßte die Eltern und stellte mich nochmal persönlich vor und bot direkt das DU an. Das macht die ohnehin schon schwierige Situation schon etwas entspannter. Der kleine Mann lag in einem Einschlagdeckchen eingekuschelt im Bett. Er war so niedlich. Ein wunderschöner Junge. Ich hielt kurz inne, so wie ich es immer tat. Man trauert immer ein Stück weit mit den Eltern. Mir hilft es immer wenn ich dann auch kurz einfach nur da stehe und den Eltern zeige das wir Fotografen mit viel Würde und Respekt an die Sache ran gehen.

Ich habe allerdings schnell gemerkt das hier nicht der richtige Zeitpunkt ist ein Gespräch aufzubauen. Ich hielt es daher sehr kurz und fragte ob ich das Kind bewegen darf. Also hab ich den kleinen Mann ein bisschen ausgepackt und Ihn möglichst vorsichtig und mit viel Liebe zurecht gelegt.

Ich hatte wirklich sehr wenig Platz. Ich konnte mich kaum frei bewegen so das die Fotos die ich machen würde, relativ spartanisch ausfallen würden. Das war für die Eltern allerdings in Ordnung. Sie wollten lediglich ein paar Bilder Erinnerung. Ich breitete mich, soweit möglich aus und machte ein paar Probeaufnahmen um zu schauen, was überhaupt umsetzbar ist. Wenigstens hatte ich gutes Licht. Das ist schon viel wert.

Mit viel Gefühl Fotografierte ich den kleinen Prinzen und gab ihm immer wieder mal was anderes in die Hand. Mal ein Engel, mal ein Armband. Die Eltern wollten erst gar keine Bilder zusammen mit Ihrem Sohn aber während ich Fotografierte, fasste der Papa sich ein Herz und wollte nun doch gemeinsame Bilder. Was für eine Erleichterung dachte ich. Ich lege den Eltern immer sehr nahe dies zu tun. Denn eine zweite Möglichkeit gibt es nicht. Es sind die ersten und letzten Bilder. Immer wenn die Eltern am Anfang gemeinsame Bilder ablehnen, lasse ich mir bewusst etwas mehr Zeit mit dem Fotografieren. Meistens kommt das Pärchen dann von selbst auf mich zu. Nach knapp 30 Bildern beendete ich das Shooting.

Mehr ging nicht bei dem Platz. Die Eltern schauten sich die Bilder auf der Kamera an und waren mehr als zufrieden. So viele Bilder hätten Sie dann doch nicht erwartet.

Ich packte dann langsam zusammen, deckte den kleinen wieder zu und legte Ihn wieder zurück auf seine Decke auf dem Bett.

Ich wünschte den Eltern noch alles Gute und das Sie sich jederzeit melden könnten, wenn Sie Redebedarf haben und beendete meine sechsten Einsatz.

Obwohl dieser Einsatz zu den anderen Einsätzen nicht viel anders war, war er doch irgendwie für mich emotionaler. Wenn es im Zimmer still ist, denkt man doch mehr nach und lässt sich auf die Situation ein.

Euer Benny

10 Fragen an mich als Sternenkind Fotograf – Ein Interview –Teil 2–

Weiter gehts mit Teil 2 des zweiteiligen Interviews über mich als Sternenkind Fotograf. Ich denke in Teil 1 konntet Ihr schon jede menge über mich und den Umgang mit Sternenkindern erfahren. Ich will auch gar nicht groß ein Intro schreiben, sondern lege direkt los. Viel Spaß beim Lesen.

6. Wie kann man dich in deinem Ehrenamt unterstützen?

Ich freue mich immer wenn Menschen in meiner Umgebung mich fragen ob Sie mich unterstützen können. Wenn man zum Beispiel des Nähens, Häkeln oder Stricken mächtig ist, freue ich mich immer über Kleidung oder kleine Stofftiere für die Kinder. Es sind dann die kleinen Dinge die ich den Eltern mit auf den Weg geben kann, und wo Sie sich, meistens, sehr drüber freuen. Kleine Anhänger in Form von Engeln oder Sternen, die man ganz leicht selbst machen kann, sind auch gerne gesehen. Denn gerade diese kleinen Dinge werden viel verschenkt und sind entsprechend schnell weg. Aber auch selbst beklebte Kerzen oder Teelichter sind immer ein willkommenes Gimmick. Aber über was ich mich am meisten freue: Verständnis! Denn es kann durchaus vorkommen, das wenn ich irgendwo zu Besuch bin, das Handy klingelt und ich den Auftrag annehme. Dann muss ich natürlich auch los.

7. Wie geht dein privates Umfeld damit um? Freunde, Eltern und Lebensgefährtin?

Das ist tatsächlich sehr unterschiedlich. Die meisten in meinem privaten Umfeld finden gut was ich mache. Die meisten davon sagen sogar, es ist wichtig was ich mache und interessieren sich auch dafür. Es gibt aber auch einige die können damit nicht so gut umgehen und vermeiden dieses Thema überwiegend. Es ist ja auch nicht einfach darüber zu sprechen. Vor allem, wenn einer aus dem Kreise der Familie diesem Amt nachgeht. Da bekommt man schon mehr mit als einem lieb ist. Wieder andere sagen, das interessiert mich nicht. Auch das habe ich schon gehört. Man merkt dann schnell das die Person gegenüber gelangweilt ist oder nur desinteressiert mit dem Kopf nickt. Das ist auch okay. Man kann kein Interesse erzwingen. Obwohl ich es nicht ganz nachvollziehen kann. Ich interessiere mich NULL für Fußball. Das wiederum können andere nicht verstehen :-). Am meisten spreche ich mit meiner Mutter über das Thema. Sie findet es schlimm wie viele Kinder es tatsächlich Jahr für Jahr sind, die es nicht schaffen. Sie interessiert sich sehr für meine Arbeit und hat immer ein offenes dafür (Mama ist halt die beste). Für meine Lebensgefährtin ist das Thema nicht ganz so einfach. Das liegt natürlich daran, das wir aktuell selbst ein 11 Monate altes Baby haben. Da ist man generell empfindlicher. Auch ich. Sie bekommt am ehesten mit wie oft das Handy Alarm schlägt. Sie unterstützt mich aber in jeder Hinsicht und das ist finde ich ganz wichtig. Wenn ich einen Partner hätte, der da nicht hinter mir steht, macht das ganze keinen Sinn und würde nur eine Beziehung belasten. Ich liebe diese Frau einfach über alles 🙂

8. Wie verarbeitest du einen Einsatz? Gibt es Rituale?

Es ist natürlich jedes mal hart, einen Einsatz zu absolvieren und den Eltern gegenüber zu treten. Allerdings, so finde ich, ist es nach dem Einsatz schlimmer. In dem Zeitpunkt wo ich IN der Situation bin, ist es nicht so schlimm. Aber sobald man im Auto sitzt und den Einsatz Revue passieren lässt, möchte man da auch schnell mit abschließen können. Ich versuche nach einem Einsatz immer so schnell wie möglich die Bilder fertig zu machen und abschließend das Paket ordentlich verpackt auf Reise zu schicken. Denn sobald ich die Rückmeldung der Eltern habe, das das Paket unversehrt angekommen ist, kann ich mit dem Einsatz abschließen. Das bearbeiten der Bilder stellt jedes mal eine Hürde da. Denn dort sieht man alles nochmal bis ins Detail. Da trinke ich auch schon mal einen Kaffee mehr. Sollte es mal einen Einsatz geben, der nicht so einfach zu verarbeiten ist, bietet Dein-Sternenkind für uns Fotografen Seelsorger die uns dabei helfen, das erlebte zu verarbeiten.

Gedicht Trauer

9. Wie weit würdest du für einen Einsatz fahren?

Schon bei der Bewerbung als Sternenkind Fotograf kann man sehen, welchen Umkreis man abdeckt. Ich zum Beispiel wohne ziemlich am Rand eines Alarmkreises, was dazu führt das auch Alarme aus z.B. Venlo eingehen. Also an der Holländischen Grenze. Das sind mal eben locker 250km. Ich setze mir selbst immer ein Radius von ca. 100km die ich mit Abdecken möchte. Entweder man ist richtig dabei oder gar nicht. Klar könnte ich auch sagen ich mache nur umliegende Ortschaften aber das bringt den anderen Fotografen wenig. Wir sollen uns schließlich auch gegenseitig unterstützen und die Last teilen. Mal abgesehen davon ist das hier eigentlich keine Frage der Entfernung. Es geht hier ja nicht um eine Pizza Lieferung sondern um wichtige Erinnerungen für Menschen in einer verzweifelten Lage.

10. Mit diesem Blog betreibst du Öffentlichkeitsarbeit. Du warst sogar schon in der Zeitung. Denkst du, das Thema sollte Medial noch weiter verbreitet werden? Vielleicht auch im TV?

Definitiv JA! Wenn man bedenkt das rund 65 Millionen Menschen alleine in Deutschland jeden Tag TV schauen ist das doch eine großartige Reichweite. Immerhin sind das rund 78% der Deutschen Bevölkerung! Wenn davon nur 1/4 den Beitrag über Sternenkind Fotografen im TV verfolgt, dann sind dies immer noch 16,5 Millionen Menschen. Das wäre doch großartig oder? Ich selbst sehe mich aber nicht im TV. Ich weiß auch nicht ob ich das möchte. Rein für die Öffentlichkeitsarbeit? Sofort! Von so vielen Menschen gesehen zu werden und quasi im Mittelpunkt stehen? Nein Danke, das ist nicht meine Welt.

Ich hoffe das Interview hat euch gefallen und Ihr habt nun wenigstens einen kleinen Eindruck in meiner kleinen Welt. Ich freue mich wenn auch dieser Beitrag fleißig geteilt wird und Ihr mir einen Daumen nach oben gebt.

Liebe Grüße, Benny

10 Fragen an mich als Sternenkind Fotograf – Ein Interview –Teil 1–

Wenn ich zu Einsätzen gerufen werde, fragen mich die Eltern oft wie man dazu kommt Sternenkinder zu Fotografieren bzw. Sternenkind Fotograf zu werden. Meistens jedoch interessiert Sie eher der Ablauf vom Anfragen bis zur Kontaktaufnahme mit einem Fotografen.

Allerdings sind nicht nur betroffene Eltern neugierig wieso, warum, weshalb man das macht. Auch Freunde, bekannte und Verwandte stellen oft viele Fragen wenn das Thema aufgegriffen wird. Die ,,top ten“ dieser Fragen möchte ich euch hier beantworten.

Sternenkinder Herzenssache

1. Deine AlarmApp geht oft mehrmals am Tag. Was geht dir durch den Kopf wenn das Handy schrillt?

Die ersten Wochen hab ich mich jedes mal erschreckt wenn das Handy los schrillte. Man fühlt sich gerade als absoluter Neuling gewissermaßen Verpflichtet, auch wenn man das nicht ist. Ich war jedes mal ziemlich Aufgeregt. Als außenstehender bekommt man für gewöhnlich nicht mit wie viele Kinder den Sprung ins Leben nicht schaffen. Das ändert sich dann schlagartig. Mittlerweile bin ich etwas ruhiger wenn das Handy wieder bimmelt. Ich schaue drauf und wäge ab ob ich Zeit hab und wie weit der Weg ist. Denn oft ist der Weg die meiste Zeit die man einplanen muss denn 150 km fährt man nicht in 30 Minuten als Beispiel. In erster Linie denke ich also: ,,Hab ich Zeit? Wie kann ich die Kollegen unterstützen auch wenn ich nur ein kleines Zeitfenster bieten kann“. Man versucht also zu Organisieren das man es möglich macht den Eltern möglichst zeitnahe, sofern das Kind schon da ist, diese wertvollen Erinnerungen zu machen.

2. Macht es dich traurig, wenn viele Calls rein kommen? Immerhin bedeutet es jedes mal, das ein Baby gestorben ist, oder sterben wird.

Kurz und knapp. JA!. Ich empfinde tiefes Mitgefühl jedes mal wenn wieder ein Call rein kommt. Ich selbst kann nicht nachempfinden wie das ist ein Kind zu verlieren obwohl ich selbst zwei gesunde Kinder habe, aber ich kann mir durchaus Vorstellen das es nichts schlimmeres gibt. Wieder ein Kind das es nicht schafft oder geschafft hat. Eltern die vor lauter Trauer und Verzweiflung in dem Moment weder vor noch zurück wissen. Beispiel Todesanzeigen in der Zeitung. Man sieht da ist ein Baby gestorben. Man nimmt es wahr, denkt sich wahrscheinlich auch ,,Oh Gott wie schlimm“ und blätter weiter. Denkt mal länger drüber nach.

3. Du hast zwei gesunde Kinder, das jüngste gerade knapp ein Jahr alt. haben deine Kinder etwas dazu beigetragen, das du nun Fotograf bei DSK bist?

Da muss ich etwas ausholen. 2017 habe ich mich erstmalig gefragt ob es Sternenkind Fotografen gibt. Diese Frage habe ich mir dann im Hinterkopf behalten. 2018 sah ich dann im TV ein Bericht über Sternenkinder worauf hin sich meine Frage aus dem Hinterkopf wieder meldete. Da habe ich dann angefangen zu suchen und auch ziemlich schnell DSK entdeckt. Aber bin ich für eine solche Aufgabe bereit? Ich habe mich umfassend mit DSK beschäftigt und dem Thema Sternenkinder und habe dann entschlossen das ich helfen will. Ich WILL diesen Eltern diese Erinnerungen machen. Abschließend würde ich also sagen das meine Kinder keinen Einfluss darauf hatten das ich mich dort beworben habe.

4. Würdest du selbst einen Sternenkind Fotografen anfordern?

Vor dieser Frage hatte ich ehrlich gesagt etwas Respekt. Ich glaube schon das ich einen Fotografen anfordern würde. Es sind nun mal die ersten und letzten Bilder. Wichtigere Erinnerungen gibt es nicht. Manch einer würde sich wahrscheinlich denken, ich bin ja Sternenkind Fotograf, warum machst du es nicht selbst? Ganz einfach. Ich würde es nicht können. Ich wäre zu aufgewühlt mein eigenes Wunder zu fotografieren. Außerdem würde ich Bilder wollen, wo ich mit drauf bin. Also Familienbilder, so wie es viele wollen und wie es auch richtig ist. Alleine schon die Vorstellung, sowas erleben zu müssen, treibt mir die Tränen in die Augen. Es hört sich zwar egoistisch an aber das würde ich auch über den Kopf meines Partners hinweg entscheiden. Wenn meine Partnerin keine Bilder haben wollen würde, dann würde ich das für mich machen lassen denn ich möchte diese Erinnerungen haben.

5. Wie trittst du betroffenen Eltern gegenüber?

Das ist völlig unterschiedlich. Bereits beim ersten Telefonat kann man erahnen wie die Eltern gerade emotional drauf sind. Es gibt Eltern die sind ziemlich gefasst und sehr offen und es gibt Eltern, wie bei meinem ersten Sternchen, die nicht dabei sein möchten und auch keine Form der Kommunikation wünschen. Wenn ich das Zimmer, habe ich einen kurzen Moment die Lage zu erfassen. Ich stelle mich mit den Worten: ,,Hallo, nennt mich Benny. Mit ,,Du“ ist es einfacher. Mein herzlichstes Beileid zu dem was euch passiert ist. Wollt Ihr mir erzählen wie dazu kam?“ Klingt jetzt erst mal nach ,,mit der Tür ins Haus fallen“, aber tatsächlich sind auch die Eltern froh, wenn man sich nicht anschweigt und die meisten Paare haben großen Redebedarf. Ich unterhalte mich erst mit den Eltern bevor ich in meiner Tasche rumkrame um die Kamera startklar zu machen. In diesem ersten, intensiven Gespräch, kann man nebenbei auch schon einen Einblick bekommen was die Eltern sich vorstellen. Nur wenn die Eltern sich im beisein eines fremden wohlfühlen, ist auch das Fotografieren deutlich entspannter. Anweisungen wie was liegen könnte gebe ich für gewöhnlich nicht. Ich frage die Eltern ob ich das Kind selbst positionieren darf bei den Detail Bildern. Dann können die Eltern zuschauen haben nicht zusätzlichen Druck, etwas falsch zu machen. Bei den Familienaufnahmen gebe ich das Kind zurück zur Mama oder zum Papa und halte lediglich die Momente fest wo sie sich verabschieden. Das ist natürlicher als ,,gestellte Szenen“. Im Grunde tue ich nichts weiter als die Eltern, während des Shootings, zu begleiten. Ohne hektik.

Das war Teil 1 des Interviews. Den zweiten und finalen Teil gibt es nächste Woche zur selben Zeit. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick geben was ich denke und fühle.

Lieben Gruß, Benny

Nicht alle Einsätze enden wie gewünscht

Macy, dich durfte ich nie Treffen

Freitag, 27. September. Meine AlarmApp schrillt. In Paderborn hat es wieder ein Kind nicht geschafft. Also erstmal ins Forum schauen und nachforschen was passiert ist.

Die Mutter befindet sich bereits in der 38. Schwangerschaftswoche. Aufgrund der Größe wollten die Ärzte die kleine Macy bereits am Samstag holen. Doch bei der Voruntersuchung einen Tag zuvor, stellte man keine Herztöne mehr fest. Das Kind war kerngesund, es gab nie Auffälligkeiten. Das kleine Herzchen hat einfach aufgehört zu schlagen. Ich glaube bei einer solchen Hiopsbotschaft, fühlt man nichts. Man ist leer.

Der Erstkontakt

Ich rufe erstmal die Schwester des Vaters an. Sie ist als Ansprechpartnerin hinterlegt. Es klingelt und klingelt…… mhm, es geht keiner ran. Ich möchte auch nicht Sturmklingeln und hinterlasse eine Whatsapp mit der bitte um Rückruf. Es dauert auch nicht lange bis ich eine Antwort erhalte. Aber kein Anruf. In einer Whatsapp bat die Schwester darum mich am nächsten morgen anzurufen. Okay dachte ich. Das geht in Ordnung. Die Einleitung beginnt ohnehin erst am Folgetag. Sie rief mich dann auch Samstags morgens an erzählte mir nochmal was passiert ist. Ihre Stimme zitterte förmlich und sie musste sich zusammenreißen um sich nicht zu verhaspeln. Ich erklärte Ihr den Ablauf, mit der bitte, mich auf dem laufenden zu halten wenn sich etwas tut. Es heisst nun also warten.

Vorbereitungen treffen

In meinem Kopf spielen sich wieder Szenarien ab, Wie sieht das Kind aus? Wie sind die Eltern drauf? Was nehme ich alles mit? Eigentlich packe ich immer vorsorglich Kleidung ein und überprüfe meine Akkus mehrfach. Nervosität macht sich breit und ich schaue ständig aufs Handy. Aber erstmal heisst es Kamera und Optiken putzen. Schmutzpartikel oder gar streifen könnte ich mir auf den Fotos nicht verzeihen. Speicherkarte leer und eingepackt? Das wäre der Supergau. Lieber alles 3 mal kontrollieren. Meinen Einsatzkoffer noch eben auf vollständigkeit kontrollieren und dann etwas runterkommen.


Frage ich mal nach?

Abends dachte ich mir, ich frage mal nach wie der Stand der Dinge ist. Knapp eine Stunde später meldet sie sich auch zurück. Es tut sich wenig, es heisst weiter warten. Das ist grausam. Wissentlich das man seine größte Liebe still zur Welt bringen muss und dann dauert es an. Es sollte doch alles so schnell gemacht werden weil das Kind ja schon ,,fertig“ war und dann zieht es sich doch in die länge. ,,Ich bin die ganze Nacht und den Sonntag für euch da“. Erleichtert bedankte sie sich bei mir. ,,Es ist Ihr erstes Kind und alles war gut“ Man spürte die tiefe betroffenheit beim Schreiben und sagte Ihr das es mir unendlich leid tut was gerade passiert. Wärend wir so hin und her schreiben kam dann plötzlich die Nachricht es wäre soweit….

Das Drama beginnt

Sie schickte mir die Nummer Ihres Schwagers, dem Vater. Ich schrieb ihn direkt an und fragte ob es soweit ist. ,,Nein, meine Frau schläft dank der PDA aber es sind starke Wehentätigkeiten. Wir rechnen mit der Geburt in den frühen Morgenstunden“. Puh, falscher Alarm. Da war ich dann auch direkt wieder wach. Ging aber doch erstmal ins Bett und schrieb dem Vater das er mich jederzeit anrufen kann. Als ich dann wieder gegen 9:00 Uhr wach wurde, schaute ich panisch aufs Handy. Hab ich den Anruf überhört? Nein. Er schrieb mit eine Whatsapp das das Kind um 2:53 Uhr geboren wurde und sie selbst einige Fotos mit dem Handy gemacht haben. Die kleine Maus sehe wohl schon ziemlich mitgenommen aus, sodas weitere Fotos durch einen Fotografen nicht mehr nötig seien. Mit Hilfe der Schwester versuchten wir die Eltern noch umzustimmen. Professionelle Fotos sind doch was anderes wie Handybilder und das ich auch mit mitgenommenen Kindern Erfahrung habe und das für mich kein Problem darstellt. Leider bekam ich darauf keine Antwort mehr und so musste ich den Call dann beenden. Leider. Ich hoffe so sehr für die Eltern das Sie diese Entscheidung später nicht bereuen. Ich werde wohl noch lange an die Familie denken….

Liebe Grüße

Benny

Die Zauberhafte Luisa

Da sitzt man gerade beim Tätowierer und möchte sich sein Schriftzug nachstechen lassen da meldet sich ziemlich Lautstark die Alarm App.

Arnsberg……. Dort kam im Dezember 2018 meine Tochter zur Welt und jetzt soll ich dort ein Sternchen Fotografieren? Noch bevor ich überlegt habe drückte ich schon auf grün und schaute hastig ins Forum um zu sagen: ,,Ich übernehme und rufe an“.Also runter vom Stuhl und ,,mal eben“ vor die Tür. Der Papa erwartet mein Anruf. Es klingelte recht lange bis eine ziemlich traurige aber sehr ruhige Stimme dran ging. Ich stellte mich kurz vor und überließ Ihm dann das Wort. Er war ziemlich unsicher sodass ich Ihm den üblichen Ablauf erklärte und das ich sein Ansprechpartner bin und er sich zu jeder Tageszeit melden kann wenn es was neues gibt oder das Kind da ist. Ziemlich erleichtert bedankte er sich für die schnelle Rückmeldung versprach, sich zu melden wenn sich was tut. Gut dachte ich, schnell wieder rein und fertig werden. Ich habe viel vorzubereiten.

Die Ausrüstung klar machen

Zuhause angekommen packte ich direkt mein Köfferchen. Akkus aufladen bloß nicht vergessen und wo ist meine Speicherkarte? Putzen muss ich meine Objektive ja auch noch. Alles in allem ein aufregender Nachmittag. Ständig schaute ich aufs Handy. Hat er geschrieben? Tut sich was? Bis kurz nach 16 Uhr nichts. Dann die Botschaft das sie nun im Kreißsaal sind aber sich die Geburt noch ziehen könne. Okay dachte ich. Ich bin bereit. Bis 23:30 Uhr hatte ich dann Zeit gedanklich durchzugehen wie ich die Bilder mache. Zumindest theoretisch, denn man weiß ja nie so recht was da kommt.

Ab ins Auto und los

23:30 Uhr klingelte mein Telefon: ,,Hallo Benny, meine Tochter ist da. Kannst du kommen?“

,,Ich bin schon unterwegs.“


Meine Sachen waren ja alle schon gepackt. Also nichts wie los. Ich hatte nur 31km Anfahrt. Also ganz ruhig. Mucke aufgedreht und ab auf die Bahn. Um diese Uhrzeit ist es Gott sei Dank quasi Menschenleer auf der Autobahn bei uns. Am Krankenhaus angekommen, ging ich dann zielstrebig Richtung Kreißsaal. Ich wusste ja noch wo alles ist. Gegensprechanlagen sind und werden nie meine Freunde. Ich hasse es einfach da rein zu sprechen vor allem wenn sich noch Angehörige anderer werdenden Eltern im Warteraum befinden. Da stellt man sich ja nicht als Sternenkind Fotograf vor. Musste ich auch gar nicht. Die Hebammen haben mich bereits erwartet. Es war viel los. Die Kreißsäle waren alle belegt. Entsprechend viel zu tun hatten die Hebammen dann auch.

Das Kennenlernen und das Fotografieren

,,Entbindung 4“ Toll dachte ich. Der kleinste Saal auf der Station. Das wird ja eine spannende Aufgabe da zu Fotografieren. Mein Gefühl sollte mich nicht trügen. Die überaus liebevolle Hebamme meldete mich an und bat mich dann herein.

Der Papa begrüßte mich als erstes. Wir haben am Telefon schon ausgemacht das wir uns duzen. Es ist einfach schöner.

,,Hallo Benny, schön das du so schnell noch gekommen bist. Ihr macht eine Wahnsinnig tolle Arbeit. Schön das es euch gibt“.

Zack war das Eis gebrochen. Man verstand sich auf Anhieb und so begrüßte ich auch die Mutter. Beide waren sichtlich traurig aber auch zugleich froh, das die Geburt so schnell vorbei war. Da war sie also. Mein erstes Sternen Mädchen. Luisa soll sie heißen. Was eine süße Maus. Ein wunderhübsches Mädchen, geboren in der 31. Schwangerschaftswoche weil das Herzchen plötzlich nicht mehr wollte. Einfach so. Ohne Grund. Ich glaube jeden Eltern stellt sich dann nur eine Frage. Warum? Warum sollte es nicht sein? Warum unser Mädchen? Wir haben dich doch so sehnlichst erwartet. Alles war doch schon fertig für deinen Einzug. Man muss keine Gedanken lesen können. Es steht den Eltern fast schon auf die Stirn geschrieben. Ich ging dann zur kleinen Luisa und auch sie begrüßte ich ganz Selbstverständlich, Die Hebammen sollte noch eine andere Mütze bringen. Die gestellte von der Klinik war, naja, sagen wir nicht ganz so hübsch.

Gut das ich was mitgebracht habe.

Anfangs war der Papa skeptisch ob er mit auf die Bilder möchte aber er hat sich dann doch dafür entschieden. Ich wechselte das Mützchen. Die Mama hat sich nicht getraut und holte dann meine Kamera und schoss erst mal einige Familienfotos. Eine Hebamme kam dann dazu und übernahm das Lagern der kleinen Maus. Einen schönen hergerichteten Korb sollte Luisa betten. Die Hebamme blieb solange bis ich fertig war. Ich war total begeistert. Das fand ich ganz toll, das Sie sich trotz dem Stress eine halbe Stunde Zeit nahm. Es machte das ganze auch etwas einfacher. Man kam super ins Gespräch und man hatte das Gefühl das sich die Eltern ganz wohl fühlten trotz der fremden Menschen im Raum.


Viele Bilder wollten die beiden dann aber nicht. Es wurden nur 25 Fotos. Mehrfach fragte ich nach ob wir nicht noch…. Nein, das reicht uns. Okay. Nachdem sie sich die Bilder kurz angeschaut hatten beendeten wir das Shooting und musste nur den lästigen Papierkram ausfüllen lassen. Danach hab ich mich aber Verabschiedet und wollte Ihnen die kurze Zeit als Familie nicht stehlen.

Den Hebammen habe ich noch mehrere Flyer da gelassen. Sie hatten keine mehr.Ich fuhr dann, fast schleichend, um 01:00 Uhr nach Hause und setzte mich noch an die Bilder. Vorher würde ich doch keine Ruhe finden. Dadurch das die kleine Maus schon Hautablösungen hatte, sollte das bearbeiten dann doch länger dauern. Aber das musste erst fertig bevor ich schlafen gegangen bin.

Meine erste Blogparade

Wow. Meine erste Blogparade wo ich dran teilnehme. Da müssen die Tasten glühen und die Rechtschreibfehler sich auf ein minimum beschränken. Ich wusste erst gar nicht was eine Blogparade ist. Klang aber immer irgendwie spannend. Also mussten die Suchmaschinen herhalten und mir des Rätsels Lösung offenbaren. Ausserdem finde ich es wichtig wenn Ihr Leser wisst, warum ich Blogge und was meine Motivation dahinter ist.

Wie bin ich zum Bloggen gekommen?

Immer wieder mal habe ich drüber nachgedacht einen Blog zu erstellen. Aber nie hatte ich wirklich ein Thema worüber ich langhaltend schreiben würde. Motorräder? Autos? Ich dachte, es muss etwas sein wo mein Herzblut drin steckt. Etwas wo ich den Menschen eine Freude mit machen kann. Als Sternenkindfotograf erhält man das wohl größte Geschenk, die größte Belohnung die man erhalten kann. Tiefste Dankbarkeit. Wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt, stellt sehr schnell fest, das viel zu wenig drüber gesprochen wird. Nicht nur das Thema Sternenkinder selbst, sonder die Möglichkeit, erinnerungen mithilfe eines Fotografen festzuhalten und genau DAS muss meiner Meinung nach einfach jeder wissen. Es ist eine Form von Trauerbewältigung.

Ich Blogge seit Juli 2019 aktiv und der Anfang war nicht leicht. Das Design, WordPress installieren und und und… Mich erfüllt es mit stolz Sternenkindfotograf zu sein und rede viel über dieses Thema. Ich bin manchmal schon fast lästig 🙂 Aber das hält mich nicht davon ab weiter zu machen für diese gute Sache.

Was gefällt mir am Bloggen?

Ich bin kein großer Autor und werde es wohl auch nie. Aber durch das Schreiben der Beiträge, kann ich meinen Gefühle, meinen Gedanken einfach mal freien lauf lassen. Ich fühle mich nach dem Verfassen eines Beitrages einfach besser. Es ist quasi mein Sport zum abreagieren. Das ist auch genau das was mich weiterhin Motiviert. Einfach dieses ,,rausschreiben“ meiner Gedanken. Natürlich stecken 90% meiner Motivation darin, das Thema in die Köpfe der Menschen reinzuhämmern. Nebenbei lernt man immer wieder neue Leute kennen. Viele Interessante Menschen mit denen man sich über das Bloggen, die Arbeit und über Gott und die Welt austauschen kann. Jeder hat andere kreative Ideen seine Beiträge zu erstellen. Ich lerne sehr viel durch diesen Austausch. Wenn man mal etwas die Suchmaschinen benutzt, gibt es zu fast jedem Thema ein Blog. Es ist ja auch nicht einfach nur lesen und gut. Blogger sind in vielerlei hinsicht Problemlöser und genau das möchte ich sein. Ein Problemlöser. Wenn ich so zurückdenke, habe ich die richtige Entscheidung getroffen das alles hier zu erstellen um das Thema ,,Sternenkinder“ endlich anzugehen.


Was stört mich am Bloggen?

Es ist Arbeit. Es ist sogar viel Arbeit. Einfach losschreiben ist nicht. Man sollte schon sich vorab Notizen machen, seinen Beitrag überdenken. Eine Gewisse Vorbereitung ist unumgänglich um einen lesbaren, interessanten und vielleicht sogar lustigen Post zu erstellen. Wenn man dann seine ersten Beiträge hat und Werbung macht bis der Arzt kommt, dann aber sieht, das nur wenige Leute zu deinem Blog finden, geht die Motivation schnell in den Keller. Ich habe viel gelesen um zu verstehen wie man seinen Blog effizient nutzt und ihn bekannt macht. Natürlich funktioniert die nicht innerhalb von 24 Stunden. Man braucht Geduld und Zeit. Mein Blog hat auch nocht nicht viele Besucher aber ich Arbeite daran das sich das ändert und das neben dem Job und Familie. Aber ich habe bisher nicht daran Gedacht wieder alles zu schließen. Dafür ist mir mein Ziel zu wichtig.

Meine Zukunft als Blogger. Was habe ich nun genau vor?

Ich stelle mir die Frage, möchte ich als Person bekannt werden? Nein. Es ist natürlich schön wenn man Online seine eigene Homepage sieht. Aber Vordergründig ist doch das, worum es in diesem Blog geht. Nämlich um die Sternenkinder. Gar nicht mal nur um die Kinder als solches sondern eher, das JEDER die Möglichkeit hat, im Falle einer Totgeburt, seine Tochter oder seinen Sohn völlig kostenfrei Fotografieren zu lassen. Als Erinnerung an seinen Kind. Als Zeugnis dafür, das es dieses Kind gab. Als das erste und letzte Bild des kleinen Menschleins, welches den Sprung ins Leben nicht geschafft hat. Ihr werdet hier meine Einsatzberichte lesen können wenn ich wieder ein kleines Sternchen Fotografiert habe. Es werden wissenswerte Zahlen und Fakten hier niedergeschrieben. Alles natürlich passend zum Thema.

Soviel zu mir und meiner Motivation als Blogger. Viel Spass beim Lesen 🙂