Mein Einsatzkoffer für die Sternchen

Man schnappt sich die Kamera, macht fix ein paar Fotos vom Kind und rauscht wieder ab. Ziemlich einfach oder?

Grundsätzlich ist das schon richtig. Aber man sollte sich vor Augen führen, das ich Erinnerungen schaffe. Es sollen also ästhetische Bilder werden. Professionelle Bilder. Ich fotografiere also nicht einfach wild drauf los. Mein Ziel ist es, das Kind so zu fotografieren das es schlafend aussieht und nicht tot. Natürlich ist das nicht immer möglich aber man tut alles dafür.


Wie mache ich das denn nun?

Ich fahre nie ,,nackig“ zu einem Einsatz. Neben meiner Kameraausrüstung, (Liste gibts am Ende) habe ich auch jede menge anderes equipment. Kleidung fürs Kind, (sortiert nach Schwangerschaftswoche) kleine Anhänger, Kissen und Herzchen zum beilegen.

Einsatzkoffer für meine Sternchen

Teelichter und andere selbstbeklebten Kerzen sind auch beiliegend. Das mache ich allerding nicht selbst sondern beziehe diese Sachen von Herzenssache e.V. All diese kleinen dinge helfen mir das Kind würdevoll zu fotografieren ohne das es kitschig aussieht. Ich bin immer dankbar, wenn die Eltern diesen part übernehmen, nicht weil ich berührungsängste habe, sondern weil es ein wichtiger Schritt für die Eltern ist Abschied zu nehmen. Im Prinzip begleite ich die Eltern nur auf diesem weg, indem ich die Situation Fotografisch festhalte. Leider möchten nicht alle Eltern mit auf die Bilder. Ist ja auch okay. Ich versuche allerdings immer überzeugungsarbeit zu leisten um dann doch Familienbilder machen zu können.

Ein Engelchen in die Hand legen, ein Herz auf die Brust legen. All dies sind kleinigkeiten die aus Bildern, Fotos machen. Gerne stelle ich auch einfach nur eine Kerze oder ein Engelchen scharf und lasse, bewusst das Kind unscharf.

Ein Beispiel von meinem ersten Sternchen

Die Fotos werden natürlich nach den wünschen der Eltern gemacht. Es ist allerdings auch wichtig eigeniniziativ Vorschläge zu machen, was noch möglich ist bzw. was auch toll aussehen könnte. Daher frage ich immer ganz behutsam ob es inordnung ist, das ich das Kind positioniere. Man darf keine Scheu haben zu fragen. Die Eltern sind schlussendlich dankbar für alles.

Was passiert mit den dingen die beim Kind lagen?

Ganz einfach. Es verbleibt dort! Diese kleinen gimmicks verbleiben als Geschenk beim Kind oder bei den Eltern. Ich gebe ein Engelchen Anhänger meistens in doppelter ausführung ab. Eins fürs Kind und eins für die Eltern. So haben Sie ein Symbol der verbundenheit. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie schön es ist zu sehen, wieviel freude und dankbarkeit ein so kleines ,,Teil“ in ein Gesicht zaubern kann. Kurz gesagt verbleibt alles beim Kind/Eltern was ich zum Kind gelegt habe oder was das Kind von mir zum ankleiden bekommt.

Was befindet sich in meinem Einsatzkoffer?

Zuerst das wohl wichtigste. DIe Kameraausrüstung.

  • Nikon D 3200
  • Nikon Nikkor 18-105mm f/ 3.5
  • Nikon Nikkor 40mm f/ 2,8 Makro
  • Sigma 10-20mm f/ 3,5 Weitwinkel
  • Tarion Stativ
  • Hama Fernauslöser (bei längerer belichtungszeit sehr praktisch)

Mein Einsatzkoffer.

  • Kleidung von Schwangerschaftswoche 15 bis 40
  • kleine Anhänger ,,Engel“ in verschiedenen Farben
  • Stoff Herzen
  • Stoff Sternchen
  • Teelichter
  • selbst beklebte Kerzen
  • Ton Figuren
  • kleine Ketten und Armbänder
  • diverse Stoffteile (Schmetterlinge etc.)
  • Parkschild und Flyer
  • DSGVO Vertrag für die Eltern

Parkschild? Ich habe imer ein Parkschild im Auto liegen wenn ich mal nicht so schnell ein Parkplatz bekomme, ich nicht direkt ein Knöllchen kassiere. Es sei gesagt das dieses Schild einem nicht von der Parkplatzgebührenpflicht befreit, sondern erhoffe ich mir einfach Verständnis der Politessen und/oder Parkplatzwächter. Bisher ging es gut 🙂


Schlusswort

Es ist nicht immer so das ich Kleidung mitnehmen muss. Es kommt ganz drauf an ob die Eltern dies wünschen oder ob Kleidung in der Klinik vorhanden ist. Am wichtigsten für mich als Fotograf ist der DSGVO Vertrag. Den müssen die Eltern unterschreiben damit wir vom Kind auch wirklich Bilder machen dürfen.

Das war es erstmal wieder von mir. Ich freue mich auf Feedback und viele neue Leser. Bis bald.

Benny

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